Niveo Professional - IP Daten Netzwerk ist nicht gleich Video IP-Netzwerk!

Die Wurzeln dieses Unternehmens findet man in der Telekommunikations-Branche, doch heute sieht sich Niveo Professional als Partner für jeden AV-Installateur und natürlich auch AV-Planer. Zu den heutigen Produktgruppen gehören konventionelle Switches für kleine bis mittlere Netzwerk-Anwendungen, 10G-Switches, Enterprise-Zertifizierte Switches, Access-Points und Management-Controller, GBIC / Media-Konverter, Power Distribution-Units, UPS-Systeme, Media-Storage-Lösungen oder auch Router.


Innerhalb der IP Netzwerke setzt sich seit geraumer Zeit ein neuer Trend ab: Aufgrund der Power-over-Ethernet – kurz PoE - Technik benötigen die Hersteller von Kameras immer mehr Leistung aus den Switchen. 60 Watt sind heute keine Seltenheit mehr. Hier zeigen sich dann schnell die eingeengten Möglichkeiten der Standard Switch Hersteller. Hohe PoE-Leistungen und schnelle CPU Leitungen lassen sich nur sehr schwer vereinen. Die hohe Leistung erzeugt viel (Ab-) Wärme, die für die hohe CPU Performance nicht gerade förderlich ist. Zudem sind die IEEE Standards für 60 W noch nicht vollends verabschiedet. Es zeichnet sich also ab, dass Video IP-Netzwerke ein eigenes, unabhängiges Dasein mit eigenen Switchen und Komponenten etablieren.


Video-Sequenzen sind im Gegensatz zu klassischen Daten an eine synchrone Abfolge gebunden. Mit anderen Worten, wenn ein Video-Stream beginnt, sollen die anderen Frames möglichst kontinuierlich und natürlich stabil folgen. Denn sonst nimmt das menschliche Auge jegliche Veränderung sofort wahr. Auch sind Megapixel Kameras im Vormarsch und diese benötigen mehr Jumbo Frames. Der Begriff Jumbo Frame steht für nicht standardisierte und übergroße Frames. Bei Ethernet werden die zu übertragenden Daten in Frames zusammengefasst. Die Standardgröße ist mit 1.518 Byte in der Norm IEEE 802.3 festgelegt. Frames, die länger als dieser Wert sind, werden als Jumbo Frames bezeichnet. Jumbo Frames sind mit 9.600 Bytes bis zu 6 mal grösser als normale Frames. Die meisten Netzwerk Switche unterstützen Jumbo Frames aber nur bei einer 1 Gigabit Verbindung. Gerade die IP Videokameras stellen praktisch immer nur eine 100 Mbits Verbindung her. Dies führt dazu, dass die Switche diese Jumbo Frames verwerfen und am Ende bei der Archivierung keine Daten vorhanden sind. So entstehen sogenannte Jabber - also leere Frames.


Der Weg der Kamera-Hersteller scheint klar zu sein. In der Zukunft wird es immer größere Datenraten geben. Ein Wechsel von H.264 zu H.265 bringt hier nur kurzfristig eine Verschnaufpause. Denn H.265 soll die HFR (High Frame Rate) steigern, was wiederum einen enormen Datenanstieg bedeutet. Gerade hier wird die Wahl des Switches besonders wichtig.